Der Pakt mit dem Teufel Epilog: Tausend Jahre

 

 

Der Pakt mit dem Teufel

Epilog: Tausend Jahre

Von mypenname3000

Übersetzt von Horem

English version edited by Master Ken

© Copyright 2013, 2014


Story Codes: No Sex

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Mein Herz war von Verzweiflung erfüllt. Die lebenden Götter waren tot. Alles, was ich tun konnte, war gegen die Wand zu schauen. Mein Kopf war mit Asche gefüllt: Sie hatten die Welt neu geformt und jetzt waren Sie fort. Was sollten wir jetzt tun? Wer würde sich jetzt um uns kümmern und uns beschützen? Schon hatten sich Häretiker erhoben und beschimpften sie als falsch. Sie legten Feuer an ihre Kirchen und ihre Tempel. Und dann erschienen Sie mir in meinen Träumen. „Sei gläubig“, sprach Er. Seine Stimme klang wie tausend Trompeten. „Wir sind nicht gegangen. Es war Zeit für uns, diese Welt zu verlassen und in eine bessere Welt zu gehen. Aber wir beobachten euch weiter, wir lieben euch. Ihr müsst uns nur rufen und wir werden euch antworten.“ In dieser Nacht habe ich meinen Pakt gemacht.
Epistel von Isabel der Gläubigen 1:1-3

Ich stand zitternd am Kreuzweg und wartete.

Seit ich die verbotenen Evangelien der Glassners in der Truhe meines Großvaters gefunden und die Epistel von Isabel gelesen hatte, war ich von dem Gedanken besessen, die Tyrannen zu beschwören. Die Epistel sagte, dass es einfach war. Nimm eine Schachtel, lege eine Strähne von deinem Haar, eine Lavendelblüte und den Fuß eines weißen Kaninchens hinein. Dann vergrabe die Schachtel um Mitternacht an einem Kreuzweg. Dann sollten die Tyrannen der Hölle, die lebenden Götter, erscheinen und sie würden dir drei Wünsche im Gegenzug für deine Seele erfüllen.

Trotz des Bannes zirkulierten immer noch einzelne Exemplare der Glassnerischen Bibel. Und ich konnte nicht widerstehen, ich musste sie einfach lesen, als ich sie im Haus meines Großvaters fand. Wer hätte das gedacht, dass der alte Knochen ein Häretiker war? Die Tyrannen waren so anders als andere Tyrannen in der Geschichte. Sie waren keine brutalen Diktatoren, die die Menschheit versklavt hatten, gewesen sondern liebende Götter, die tapfer gegen die Dämonen gekämpft und versucht hatten, ein Utopia zu errichten, bevor sie von der Heiligen Chasity ermordet worden waren.

Ich zitterte, als ich wartete. Es war Frühling, aber die Nächte waren noch kalt. Sicher würde nichts passieren. Das würde nicht funktionieren – die Tyrannen waren einfach nur ein Mythos. Nichts anderes als eine Geschichte, die durch Erzählungen und Überlieferungen immer weiter verdreht worden war.

Ich kannte die ganzen Geschichten. Ich hatte sie als Kind genossen. Die Tyrannen und Mark und Mary, die dich mit einem einzigen Wort zum Sklaven machen konnten, die die Natur selber kommandieren konnten. Die silberzüngige Allison und ihre dämonische Frau Desiree, die dir mit ihrem Kuss die Seele aussaugen konnte. April mit ihren Augen aus Glas, die einen Mann versteinern konnte, wenn sie ihn anschaute. Violet, die Männer mit Schlangen erwürgen konnte, die in ihren Haaren wuchsen. Die Sirene Korina, deren puppenhaftes Gesicht Männer in den Tod lockte und die dämonische Wache, eine Horde kämpferischer Frauen, die von der eisigen Chasity angeführt wurde. Wenn ich nicht so verzweifelt ein besseres Leben gesucht hätte, so dringend jemanden gesucht hätte, der mich beachtete, ich hätte diesen Unsinn nicht gemacht.

Wenn ich Elisabetta nicht so dringend hätte haben wollen.

Ich fühlte mich dämlich und drehte mich zum Gehen. Es würde nichts passieren. Es war einfach nur ein Mythos, dass man seine Seele für drei Wünsche an die Tyrannen verkaufen konnte. Das Mondlicht wurde schwächer und ich sah auf. Ich erwartete, eine dunkle Wolke vor seinem pockennarbigen Gesicht zu sehen.

„Hallo Ysaak“, sagte ein Mann.

Ich zuckte zusammen und drehte mich um. Zwei Personen standen in der Mitte der Kreuzung. Ich hatte niemanden kommen hören. Keine Fußtritte auf dem Kies der beiden Wege. Und vor einem Moment waren die Wege auch noch leer gewesen.

Die eine Person war ein großer Mann mit dunkelbraunem Haar. Seine blauen Augen leuchteten im Mondlicht. Er hatte seinen Arm um eine Frau geschlungen, die an ihm lehnte. Ich hielt den Atem an. – sie war hinreißend – dunkelrotes Haar rahmte ein herzförmiges Gesicht mit Sommersprossen ein. Sie hatte grüne Augen und trug ein tief ausgeschnittenes Kleid, das unanständig viel von ihrem weichen Busen zeigte.

Mir brach der Schweiß aus. Die Tyrannen der Hölle standen vor mir und sie schienen so… normal. Wo waren das Feuer und der Schwefel? Es gab nicht einmal den Chor der Verdammten. Beinahe war ich enttäuscht… es gab nur etwas in ihren Augen. Eine uralte, machtvolle und unmenschliche Präsenz, die meine Seele berührte. Diese Geschöpfe standen so weit über mir wie ich über einer Ameise. Ich schluckte und machte einen Schritt zurück.

„Du musst keine Angst haben“, schnurrte die Frau. „Du hast uns immerhin beschworen.“

„Ich möchte meine Seele für drei Wünsche verkaufen“, sagte ich und ich versuchte, nicht zu krächzen. Mein Herz klopfte wie ein Specht gegen einen Baum.

Der Mann lächelte und schaute die Frau an. „Natürlich. Meine Frau und ich sind mehr als glücklich, mit dir einen Pakt zu schließen.“

The End

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