Der Pakt mit dem Teufel Kapitel 38: Schamanen

 

 

Der Pakt mit dem Teufel

Kapitel 38: Schamanen

Von mypenname3000

Übersetzt von Horem

English version edited by Master Ken

© Copyright 2013, 2014


Story Codes: Male/Female, Female/Female, Male/Females, Mind Control, Magic, Oral, Humiliation, Violence, Death

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Der Sonntag verging in einer einzigen Schmerzensorgie.

Ich wachte aus meinem Traum mit Azrael auf und fand mich in meinem gequälten Körper wieder. Ich zog mich auf die Füße, ignorierte den Protest meiner Muskeln und stolperte an das Waschbecken. Meine Bewegungen wurden durch das Klirren der Ketten untermalt. Ich beugte mich vor und trank gierig das kalte Wasser aus dem Hahn. Damit brachte ich dem Stumpf meiner Zunge einen kurzen Moment lang Linderung. Mein Magen tat weh und er knurrte. Ich erkannte, dass ich seit dem Frühstück gestern nichts mehr gegessen hatte. Und das schien mir ein ganzes Menschenleben her zu sein. Ich schloss die Augen und dachte an Mary, die nackt auf dem Bett lag und ein Nickerchen machte, während ich sie leise verließ. Sie hatte das Kissen im Arm gehabt. Sie hatte so wunderschön und friedlich ausgesehen. Ich würde alles geben, um meine wundervolle Frau noch einmal sehen zu können. Und ich meine wirklich alles.

Guten Morgen, Mary, schickte ich ihr einen Gedanken.

Wie geht es dir, Mark, schickte Mary zurück. Ihre Gedanken waren voller Liebe und Besorgnis.

Es ging mir schon mal besser. Ich versuchte, den Schmerz nicht in meine Gedanken einfließen zu lassen. Azrael hat mich in der letzten Nach besucht. Sie bringt mir bei, wie ich meine Kräfte benutzen muss.

Ich habe einen Plan, Mark, schickte sie ganz aufgeregt. Und dann fuhr sie fort, mir alles zu erklären. Sie flog nach Frankreich, um der Mutter Oberin die Gabe zu stehlen, um eine Nonne zu werden und Brandon zu exorzieren. Das war wirklich sehr riskant, aber welche andere Wahl hatten wir? Wir konnten Brandon nicht einfach töten. Er musste inzwischen einige Zehntausend Menschen unter seiner Kontrolle haben. Und deren Leben hingen an seinem. Wenn er starb, dann würden alle anderen auch sterben. So viel Blut durfte ich nicht an meinen Händen haben – oder besser an ihren.

Als die Soldaten kamen, um mich zu holen, war mein Körper zu schwach für Gegenwehr. Ich ergab mich meinem Schicksal und ließ mich von ihnen herauszerren. Meine Fesseln klapperten. Der Rest des Tages bestand aus Schmerzen. Das Einzige, an dem ich mich festhalten konnte, während sie mich schlugen, war meine Frau. Meine Mary. Ich stellte mir vor, wie sie mich anlächelte. Ich erinnerte mich daran, wie wunderschön sie aussah, wenn sie malte. Ich erinnerte mich an den Tag, an dem wir feststellten, dass sie schwanger war. Und ich erinnerte mich daran, wie süß sie aussah, wenn sie sich nachdenklich auf die Unterlippe biss. Ich hielt mich daran fest, wie schön sie an unserem Hochzeitstag ausgesehen hatte, wie sie den Gang entlang gegangen war in ihrem weißen Kleid, das von der untergehenden Sonne in Flammen zu stehen schien. Mary half mir, diesen Tag zu überleben, weil sie mir dauernd ihre Liebe und Ermunterungen schickte.

Sie gab mir Hoffnung. Allein der Gedanke, dass ich wusste, dass es sie da draußen gab, erhielt mich am Leben.

Irgendwann, ich glaube, es war am Nachmittag, schickte Mary: Ich habe es geschafft. Die Gabe gehört mir! Halt nur noch ein bisschen länger durch!

Nach einer Ewigkeit wurde ich Gefängnisdusche geschleift. Der Dreck wurde von mir abgespült und dann brachte man mich wieder in meine Zelle. Die Soldaten warfen mich auf den kalten harten Zellenboden, verschlossen die Tür und beobachteten mich dann uninteressiert. Ich war zu schwach, um mich zu bewegen. Ich lag einfach da und ließ die Kälte in meine brennenden Muskeln eindringen. Mary war auf dem Rückweg. Sie war auf dem Weg, um mich zu retten. Hoffnung erfüllte mich. Meine Frau kam, sie würde Brandon exorzieren und dann wäre dieser Albtraum vorbei. Ich versuchte, mich zu erheben, aber all meine Muskeln protestierten gegen diese Aktion und ich fiel auf den Betonboden zurück. Ich gab auf und ließ mich von einer Bewusstlosigkeit umfangen.

Azrael besuchte mich in meinen Träumen, um mit meinem Training fortzufahren. In der letzten Nacht hatte ich erfahren, wie elend ich als Kämpfer war. Azrael hatte erklärt: „Die Gabe gibt dir Reflexe und Stärke, aber dein Körper muss noch lernen, wie er sich bewegen muss. Wie er stehen und sich ausbalancieren muss. Und das musst du üben.“

Wir hatten also in der vergangenen Nacht trainiert. Sie brachte mir die Beinarbeit bei, den wichtigsten Teil des Kämpfens. Wenn man nicht ordentlich stehen kann, dann ist man nicht im Gleichgewicht, man kann kippen und fallen. Oder man ermöglicht dem Gegner eine Attacke. Ich verbrachte Stunden alleine damit, dass ich lernte, wie ich die Klinge halten musste. Dann weitere Stunden, in denen ich lernte, wie ich sie in tödlichen Schwüngen bewegen musste: Kreuzhiebe, Stöße, Aufwärtsschwünge. Schließlich machten wir einen Sparringskampf. Jedes Mal, wenn mich ihre Klinge traf, wurde ich durch den Schmerz daran erinnert, vorsichtiger zu sein, besser achtzugeben, schneller zu lernen, besser zu kämpfen. Wir kämpften und kämpften ohne Unterbrechung und ich lernte. Meine Muskeln absorbierten das Wissen. Ich fing an, mich mit Anmut und bewusst zu bewegen. Ich dachte nicht mehr nach oder machte mir irgendwelche Sorgen. Jede Bewegung meines Körpers war bewusst, zweckgerichtet – ich wollte meinen Gegner besiegen.

Nachdem wir stundenlang trainiert hatten, vielleicht sogar einen ganzen Tag, fragte ich Azrael schließlich, wann ich wieder wach werden würde. „Die Zeit vergeht im Traum viel langsamer als in der Wirklichkeit“, antwortete sie. „Was dir wie Minuten vorkommt, sind in der wachen Welt nur wenige Sekunden.“

„So wie in Inception?“ fragte ich. Der Engel schaute mich verwirrt an. Ihre Augenbrauen zogen sich zusammen. „Das ist ein Film“, sagte ich. „Darin geht es um Träume.“ Sie starrte mich einfach an. „Ist ja auch egal“, murmelte ich und wir machten mit unserem Sparringskampf weiter.

Anschließend beschäftigten wir uns mit Handgemengen. Sie brachte mir eine brutale Mischung aus Ringen, Treten und Hieben bei. Das war nicht wie in diesen Kung-Fu-Filmen. Es gab keine Schnörkel, ein dramatisches Wedeln mit den Armen. Jede einzelne Attacke war darauf ausgerichtet, den Gegner zu verletzen. Sie brachte mir bei, wo die empfindlichen Stellen des Körpers liegen: die Knie, die Leisten, die Ellbogen, die Seiten, die Kehle, die Augen. Brich Knochen, renke Gelenke aus, verletze innere Organe und tu das so schnell wie möglich, um den Kampf zu beenden, bevor dein Gegner dich schlagen kann.

Der Traum schien sich für mich über Tage hinzuziehen, bevor ich am Morgen wieder aufwachte. Als Azrael in der folgenden Nacht wieder auftauchte, fragte ich sie: „Mehr Sparring?“

„Ja“, antwortete sie. Ihre Stimme klang wie Glocken. „Aber zuerst muss ich dir noch ein paar Sprüche beibringen.“

„Werden sie mir helfen zu flüchten?“

„Nein, aber du wirst sie wahrscheinlich irgendwann einmal nützlich finden“, antwortete sie. Ein kleiner Ausdruck von Ekel flog über ihr Gesicht. „Du hast deine Leibeigenen mit dem Zimmah-Spruch gebunden, nicht wahr?“

Ich nickte. „Und? Die meisten haben freiwillig zugestimmt.“ Ich fühlte mich unter ihrem Blick in einer Verteidigungsposition.

„Da bin ich sicher“, sagte sie angewidert. „Der Ragily-Spruch ist ähnlich. Du kannst damit eine Gruppe Kämpfer an dich binden. Anders als beim Zimmah-Ritual gibt es aber eine obere Grenze für die Anzahl von Personen, die du binden kannst. Allerdings haben die Leute, die du auf diese Weise bindest, gewisse Vorteile, wenn sei gegen Übernatürliche kämpfen.“

„Welche?“

„Die Fähigkeit, sie zu verletzen. Ihre Waffen sind in der Lage, geistige Materie zu treffen. Ihre Reflexe werden schärfer sein und sie können Wunden ertragen, die geringere Menschen fällen würden. Außerdem wendet man keine so… geschmacklosen Rituale an.“

„Meinst du damit, dass ich nicht meine Mutter ficken muss, um sie an mich zu binden?“ fragte ich lachend. Und dann schluckte ich schnell, weil sie mich schon wieder so ansah.

„Ja. Du brauchst nur ihr Gelöbnis von Treue und ihren Gehorsam.“

„Wie viele kann ich haben?“

„Das ist schwer zu sagen“, antwortete Azrael. Sie klopfte nachdenklich an ihr Kinn. „Ein normaler Priester kann etwa 30 bis 50 haben. Ein außergewöhnlicher Priester vielleicht 100, aber dann muss er das Kaliber von König David und seinem Gefolge haben. Aber du hast heute schon die Lebensenergie von 50 oder 60 an dich gebunden. Und dann gibt es noch all diejenigen, die dich anbeten. Das ist eine Menge Macht, wenn du sie beherrschen kannst.“

Ich nickte. „Was gibt es sonst noch für Sprüche?“

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Mary Glassner – Südfrankreich

Auf dem Weg zurück nach Toulouse schaute ich in den kleinen Spiegel, der in der Sonnenblende befestigt war. Ich sah eigentlich kaum verändert aus. Marks Veränderung war dramatisch gewesen. Aber er war schließlich auch schon 27 gewesen, als er die Gabe erhalten hatte und er hatte Übergewicht gehabt. Jetzt sah er aus wie achtzehn und hatte den Körper eines griechischen Standbildes. Ich war neunzehn und war schon schlank. Die Gabe schien mich körperlich überhaupt nicht verändert zu haben. Selbst mein Arsch war nicht betroffen. Mark fand meinen Arsch zwar toll so wie er war, aber ich hätte ihn mir ein wenig kleiner gewünscht.

Ich seufzte und klappte die Sonnenblende wieder hoch. Ich hatte noch immer Maryams Worte im Ohr. Der Teufel benutzte uns, das war keine große Überraschung, aber das, wofür er uns benutzte, das war überraschend und schreckerregend. Er wollte seinem Gefängnis entkommen. Die Worte der Mutter Oberin klangen in mir nach. Mark und ich könnten verantwortlich dafür sein, dass diese Welt verdammt wurde. Wir mochten zwar unwissende Schachfiguren im Plan des Teufels sein, aber das änderte nichts daran, dass wir unsere Wahl getroffen hatten. Dass ich die Konsequenzen unserer Taten jetzt erkannt hatte, hinterließ einen bitteren Geschmack in meinem Mund. Allerdings hatte sie auch gesagt, dass wir ihn stoppen konnten, dass wir ihn fangen konnten. Irgendwie konnten wir den Teufel besiegen. Ich kaute auf meiner Lippe und dachte darüber nach, während wir weiter nach Toulouse fuhren.

Ich hatte nicht die geringste Idee, wie wir das machen sollten.

Ich schob diese spezielle Sorge zur Seite; das unmittelbare Problem hieß Brandon. Ich hatte die Gabe. Ich konnte ihn jetzt exorzieren. Ich musste mir nur überlegen, wie ich das machen sollte. Als Maryam nicht mehr ihren Schutz hatte, war sie mehr als willig gewesen, meine Fragen zu beantworten, während sie mich lusterfüllt anschaute. „Nur der Engel kann dir beibringen, wie du die Sprüche benutzen musst. Das passiert in deinen Träumen.“ Sie konnte nicht lügen, nicht, wenn ich ihr befahl, mir zu antworten, nicht ohne ihre Gabe, die sie vor meinen Kräften schützte.

Ich ließ sie zurück. Ich hatte mir überlegt, ob ich die ehemalige Nonne mitnehmen sollte und sie zu meiner Sklavin machen. Ein Teil von mir lechzte danach, diese wunderschöne alte Frau sich für meine Lust erniedrigen zu sehen, ihre dunklen Augen zu sehen, wie sich mich von zwischen meinen Schenkeln her ansah, während sie mich befriedigte. Ich hätte gerne gehört, wie sie vor Lust heulte, wenn ich sie von hinten mit meinem Umschnall-Dildo fickte oder mit meinem echten Schwanz. Ich erinnerte mich an die intensiver Lust, die ich empfunden hatte, als Lilith an diesem Nachmittag meinen Kitzler zu einem Schwanz gemacht hatte. Ich rutschte auf meinem Sitz hin und her und schob dann diese Fantasie zur Seite.

Ich hatte Maryam schließlich gehen lassen. Es fühlte sich einfach falsch an, sie festzuhalten nach all dem, was ich von Mama gehört hatte. Ich konnte mich einfach nicht dazu bringen, irgendwen so zu behandeln, wie sie behandelt worden war. Jedenfalls nicht auf Dauer. Deswegen verbot ich ihr, jemals über unser Treffen mit irgendwem zu sprechen und sagte ihr, sie solle ihr eigenes Leben leben.

Nach einer Stunde kamen wir beim Flughafen in Toulouse an. Ich stieg in mein Flugzeug. Ich schickte alle in die Kabine. Ich musste unbedingt schlafen. Ich musste träumen. Ich musste unbedingt lernen, wie man einen Hexer exorziert. Nach dem, was meine Mama mir erzählt hatte, musste es eine sehr angenehme Erfahrung sein, das von einem Engel beigebracht zu bekommen. Sie nennen es die Ekstase. Als die 747 ihre Reiseflughöhe erreicht hatte und ihren Kurs nach Westen einschlug, versuchte ich, in meinem weichen Sessel einzuschlafen.

Ich war seit über 24 Stunden auf den Beinen, aber ich konnte einfach nicht schlafen. Je stärker ich mich bemühte, umso mehr wich der Schlaf mir aus. Ich kippte den Sessel in der ersten Klasse so weit wie möglich nach hinten, hatte alle Lichter ausgeschaltet und ich trug Ohrstöpsel, um das Turbinengeräusch auszublenden. Aber es half nichts. Ich war einfach zu aufgeregt, um mich zu entspannen. Und es wurde nur noch schlimmer, als ich derartig verkrampft versuchte einzuschlafen. Ich wurde immer gereizter, fuhr die Wachen an, schrie an die Decke und schluchzte meine Frustration in ein kleines Kissen.

Bitte! bettelte ich im Stillen, bitte lass mich endlich schlafen!

Nachdem ich es mehrere Stunden lang versucht hatte, fühlte ich mich wie zerschlagen. Ich ließ mich gegen das Fenster fallen und starrte lustlos aus dem Fenster auf die Wasserwüste des Atlantischen Ozeans unter mir. Ich ließ meine Gedanken laufen und irgendwie fiel mir ein, was Karen da gestern gesagt hatte. „Brandon hat…“, hatte sie gesagt. Und dann hatte Sam geschrien und ich hatte nur noch „..uder“ verstanden.

Brandon hat… uder. Was fehlte da? Es konnten nur ein oder zwei Worte sein. Brandon hat… uder. Was bedeutete das? Wovor wollte Karen mich warnen? Bruder? Was wäre so schlimm daran, wenn Brandon einen Bruder hätte? Ich fing an, in meinem Kopf Worte mit ..uder zu formen. Auder, Buder, Cuder. Duder, Euder, Fuder. Ich runzelte die Stirn. Das meiste waren überhaupt keine sinnvollen Worte.

Brandon hat … uder. Brandon hat einen Bruder?

Ich runzelte die Stirn. Was war denn dabei? Gab es einen Spruch, für den man einen Bruder brauchte? Es fiel mir immer schwerer, nachzudenken. Ich war so erschöpft, mein Kopf fühlte sich an wie Mus. Ich hatte das Gefühl, dass es einen Spruch geben könnte, für den man einen Bruder brauchte. Aber was war das für ein Spruch? Ich gähnte und versuchte, meinen Kopf zur Arbeit zu zwingen. Bruder… Bruder…

Das Nächste, was ich wusste war, dass ich in einer schier endlosen Leere stand. Es war schwärzer als in der Nacht. Ich sah Mark. Er hatte ein goldenes Schwert in der Hand und sein Körper war von einer goldenen Rüstung bedeckt. Er kämpfte mit einer Frau mit scharlachroten Haaren und bronzefarbener Haut. Die Frau trug auch ein goldenes Schwert, an dem Rubine blitzten, als sie es gegen meinen Mann schwang. Ich blinzelte. Das konnte nicht passieren. Ich war doch in einem Flugzeug, oder? Und ich flog über den Atlantik.

Nein, ich träume. Erleichterung erfasste mich. Endlich war ich eingeschlafen. Irgendetwas zerrte an meinen Gedanken. Ein einzelnes Wort: Bruder. Warum war das Wort derartig wichtig? Ich biss mir auf die Lippe und versuchte, mich zu erinnern. Es hatte etwas mit einem Spruch zu tun.

„Mary?“ fragte der Traum-Mark. Er sah überrascht aus. Ich vergaß meine Gedanken.

Die Frau drehte sich zu uns und hatte die gleiche Überraschung im Gesicht. „Zwei Schamanen“, flüsterte sie. Ihre Stimme klang wie leise Glocken.

Der Traum-Mark rannte auf mich zu, zog mich in die Arme und wirbelte mich herum. Er küsste mich. Alles, der ganze Stress und die Angst und die Schuldgefühle, schmolzen dahin und es gab nur noch Mark, seine Lippen und seine Liebe, die mich überwältigte. Ich legte mein Herz und meine Seele in diesen Kuss. Es war mir egal, dass es nur ein Traum war. Es fühlte sich so real an. So wundervoll. Ich war atemlos und kicherte vor Freude, als Mark den Kuss beendete. Ich drückte mein Gesicht in seine muskulöse Brust. Seine Rüstung war während des Kusses verschwunden. Immerhin waren wir in einem Traum und in Träumen passieren solche Sachen.

„Du bist tatsächlich in meinen Träumen“, flüsterte der Traum-Mark ehrfurchtsvoll.

„Nein, du bist in meinen“, kicherte ich. „Ich meine, ich bin diejenige, die träumt.“

Der Traum-Mark lachte und drehte sich zu der Frau mit der bronzefarbenen Haut. „Ist sie das wirklich, Azrael?“

„Ja“, erwiderte sie. „Das ist … überraschend.“ Ich schaute auf den Engel, der uns beobachtete. Sie schaute mich an und dann Mark. „Ja, jetzt sehe ich es. Ihr seid Seelenverwandte. Viele Pakte und Sprüche haben euch beide so eng miteinander verbunden, dass nichts euch jemals trennen kann. Deswegen bist du hergekommen, ohne dass du gerufen worden bist. Dein Wunsch, ausgebildet zu werden, war so stark, dass du mit den Ketten, die euch beide verbinden, zu Marks Seele gezogen worden bist.“
Ich lächelte. Seelenverwandte, das klang toll. Aber das war nicht der Grund, aus dem ich hier war. „Ja, ich muss unbedingt lernen, wie man einen Exorzismus macht.“

Azrael legte ihren Kopf auf die Seite und schaute mich an. „Du hast die Gabe von Maryam erhalten.“ Ihre Augen wurden hart. Ihre Stimme nahm einen schärferen Tonfall an. „Nein, du hast sie ihr gestohlen.“

„Ich habe sie gebraucht“, sagte ich und hob mein Kinn an. Wer war diese Frau, dass sie über meine Taten richtete. Ich hielt ihrem Blick stand. „Das ist die einzige Möglichkeit, Brandon aufzuhalten. Wir können ihn nicht töten, all die Menschen, die unter seiner Kontrolle stehen, sind an ihn gebunden und sie würden alle mit ihm sterben. Ein Exorzismus ist die einzige Möglichkeit. Ich kann es nicht mehr abwarten, dass eine Nonne sich damit beschäftigt, das mit ihm zu machen! Also hör auf mit diesem herablassenden Tonfall und bring es mir bei.“

„Ich werde dich ausbilden“, sagte Azrael. „Das ist meine Fürsorge.“ Sie streckte eine Hand aus und nahm meine Hand. Lust durchfloss mich, gerade so, als würde Lilith mich berühren und ich keuchte, als ich einen Orgasmus hatte. „Ich muss dazu bei dir liegen“, sagte Azrael. „Ich kann es dir nur beibringen, wenn wir beide die Lust miteinander teilen.“

„Hey, warte mal!“ rief Mark. „Ihr beiden dürft ficken? Und mir gegenüber hast du das Schwert geschwungen?“

„Ihre Kräfte haben mit Sex zu tun, bei deinen geht es um Kraft. Ich habe dich mit Kraft ausgebildet. Mary braucht eine wesentlich andere Ausbildung.“

„Und wie war das in der ersten Nacht, als du mir erschienen bist und mich gefickt hast?“ fragte Mark.

„Das war, um meine Lust zu befriedigen“, antwortete Azrael. „Warum sonst sollte ich mich mit Menschen abgeben?“ Sie drehte sich zu mir. „Leg dich hin.“

Ich gehorchte ihr gerne und die Leere wurde ganz weich, bequemer als jedes Bett. Azrael floss über mich und ihre Tunika löste sich in goldenen Rauch auf. Ich sah ihren üppigen Körper. Ihre hängenden Brüste strichen an meinem Körper herunter, als sie mir immer näher kam. Ihre Hüften senkten sich und ich öffnete meine Beine. Ich keuchte, als ihre Muschi sich an meiner Fotze rieb. Ein kraftvoller Orgasmus explodierte in mir. Sie küsste mich und mein ganzer Körper bestand nur noch aus Lust, als sie anfing, langsam ihre Hüften zu bewegen. Unsere nassen Mösen rieben sich aneinander. Als sich unsere Kitzler küssten, erlebte ich meinen dritten Orgasmus.

„Oh verdammt, verdammt!“ keuchte ich. „Das fühlt sich so geil an!“

„Die meisten Basisgebete einer Priesterin brauchen das Zeichen von Qayin, um das Gebet zu verankern“, erklärte Azrael. Sie rieb weiterhin ihre Möse an meiner. „Es wird mit der Flüssigkeit deiner Weiblichkeit auf die Stirn der Person gezeichnet, auf die du den Spruch anwenden willst.“

„Okay!“ stöhnte ich und ich wand mich unter Azrael, als sie ihre Muschi fest gegen mich drückte. Ihre Nippel waren hart wie Diamanten und kratzten geradezu an meinen Brüsten. Sie hinterließen Spuren reiner Ekstase.

„Es wird so gezeichnet.“ Ihr Finger zeichnete einen Kreis mit einer diagonalen Linie auf meine Stirn. „Wenn du das Zeichen gemacht hast, kann eine ganze Reihe von Sprüchen benutzt werden, unter anderem der Shalak-Spruch. Das ist der Exorzismus.“ Azrael küsste meine Lippen. Sie schmeckte nach Ambrosia und ich war ganz Lust, während ihr Körper sich an mich schmiegte. „Hmm, du schmeckst köstlich“, schnurrte sie und sie zog ihren Kitzler durch meine Spalte. Schließlich berührte sie meinen eigenen Lustknopf.

„Oh mein Gott“, keuchte ich, als ich meinen vierten Orgasmus erlebte. „Du machst mich fertig, Azrael!“

„Um einen Hexer zu exorzieren, musst du ihn zum Orgasmus bringen“, fuhr Azrael fort und sie drückte ihre Engelsfotze ein wenig fester gegen meine. Ich keuchte. „Bevor er kommt oder wenn er gerade kommt, dann musst das Zeichen von Qayin auf seine Stirn malen. Und dann, wenn es ihm kommt, dann sagst du Shalak. Du kannst das Mal auch zur gleichen Zeit zeichnen oder vorher. Egal wie, es wird nicht ohne das Mal funktionieren.“

„Okay!“ stöhnte ich. „Fick mich weiter mit deiner Fotze! Oh verdammt, du machst mich wirklich verrückt! Oh mein Gott! Fick mich weiter!“ Wieder erlebte ich einen Orgasmus und meine Zehen rollten sich zusammen. Meine Finger kratzten über ihren bronzefarbenen Rücken.

Azrael rieb sich weiter an mir. „Die anderen Sprüche betreffen nur Leibeigene.“

„Was ist mit denen, die auf Marks Schwester und auf Alice angewendet worden sind?“

„Die solltest du eigentlich nicht benötigen“, antwortete Azrael. „Nicht bei deinen Kräften.“

Sie küsste mich wieder. Ihre Zunge fuhr in meinen Mund. Ich zuckte unter ihr, als es mir erneut kam. Jede einzelne ihrer Berührungen schien meine Lust neu zu entfachen. Sie trieb mich zu immer neuen stärkeren Orgasmen. Das war Ekstase, nicht endende Lust. Dann rollten wir herum und ich war oben. Jetzt fickte ich sie und ich trieb meine Muschi fest in ihre Engelsfotze.

Plötzlich spürte ich andere Hände an meinem Arsch und ein Schwanz stieß gegen meine Muschi und glitt dann hinein. „Oh Mark!“ keuchte ich, als mein Mann anfing, mich zu ficken. „Fick mich hart! Dein verdorbenes Fohlen muss unbedingt gut geritten werden!“

Mark rammt mich und drückte damit meine Muschi gegen Azrael. „Ich vermisse dich so!“ stöhnte Mark und ich spürte, wie er sein Sperma in mich schoss. Es fühlte sich wundervoll an, wie ich diese unglaubliche Lust mit meinem Mann, meinem Seelenverwandten, teilte. Wir waren eins in der Ekstase. Es gab nur noch die intensive Lust, die wir beide teilten. Fleisch drückte sich gegen Fleisch. Wir trieben uns in immer neue Höhen der Leidenschaft.

Eine Ewigkeit schwammen wir durch einen Ozean der Lust. Es gab keine Gedanken und keine Ablenkungen. Wir waren nicht einmal Individuen, einfach nur Gefühle in fleischlicher Form. Und einen ganz kleinen Moment gab es auf der Welt wirklich nur Mark und mich. Wir waren uns so nahe, dass ich nicht wusste, wo ich anfing und wo Mark aufhörte. Unsere Seelen berührten sich und verschmolzen. Und ich spürte die Reinheit von Marks Liebe zu mir.

Ein Moment perfekter Freude.

Als ich wieder zu mir selbst zurückkehrte, lag ich auf meiner Seite. Mark hatte seine starken Arme um mich gelegt. Er lag an meinem Rücken und drückte sich an mich. Ich wollte, dass dieser Traum nie aufhörte. Ich wollte einfach ewig in seinen Armen bleiben. Mark nuckelte mit seinen sanften Lippen an meinem Hals. Ich lächelte und seufzte glücklich.

Dann merkte ich, dass er zitterte und ich hörte unterdrücktes Schluchzen. Ich drehte mich um. Sein Gesicht war gerötet und Tränen flossen herunter. Ich streichelte ihn und fragte leise: „Was ist denn?“

„Ich habe Angst davor, aufzuwachen, Mare.“ In seinen blauen Augen war so viel Schmerz. „Ich weiß nicht, wie viel ich noch aushalten kann.“

„Ich komme zu dir“, sagte ich. „Du musst nur noch ein wenig länger durchhalten, Mark.“ Ich biss mir auf die Lippe und kämpfte meine Tränen zurück. „Du musst jetzt stark für mich sein, Mark. Wenn du aufgibst, dann war alles umsonst. Ich halte alles kaum noch zusammen.“

Ich spürte, wie Mark sich straffte. Er schluckte, schloss die Augen und atmete ein paar Mal tief ein. Dann ließ die Spannung wieder nach. „Danke“, flüsterte er. Er strich mir über die Wange und küsste meine Lippen. Er hielt mich fest, bis wir beide aufwachen mussten. Wir zogen Stärke auseinander. Keiner von uns beiden war stark genug, mit der Situation allein umzugehen. Gemeinsam allerdings würden wir alles erreichen. Gemeinsam würden wir Brandon schlagen.

Mark wurde als erster wach.

Ich war allein. Ich wollte weinen. Jetzt würden sie ihn wieder schlagen. Er musste nur noch eine kurze Weile durchhalten, dann wäre alles vorbei.

Ich stand auf und schaute mich in der Leere um. Azrael war noch da, erkannte ich erstaunt. Sie stand ein Stück weit weg. Ich ging zu ihr hinüber. Die Leere wurde unter meinen Füßen wieder fest. Ich musste mehr von dem Engel lernen und ich setzte mich vor ihr hin.

„Mama hat mir vom Cathar-Spruch erzählt. Kannst du ihn mir beibringen?“

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Eni, die Dimme – Seattle, WA

„Geht rasch, meine Töchter“, sagte Mutter zu Di und mir.

Meine Zwillingsschwester und ich knieten vor ihr und schauten zu ihrer strahlenden Schönheit auf. Sie hatte einen üppigen Körper und silbernes Haar und das wunderschönste Gesicht auf der ganzen Welt. Sie war Lilith, die Mutter der Monster. Lilith vom leeren Bauch und vom schwarzen Mond und wir liebten sie aus ganzem Herzen.

„Tötet die falschen Götter Brandon Fitzsimmons und Mark Glassner!“ Mutter Gesicht brannte vor Zorn, als sie den verhassten Namen aussprach.

Mark Glassner.

Es juckte in meinen Fingern, ihn zu berühren, ihn zu töten und zu beobachten, wie er leblos auf den Boden fiel. Dann würden Di und ich die Favoritinnen von Mutter werden. Sie würde uns mehr als alle anderen ihrer Kinder lieben. Unsere Belohnung würde ihre Berührung sein, die Ekstase. Ich schaute auf meine Schwester und erinnerte mich an unsere Experimente, die wir heute Mittag gemacht hatten, als wir in die Pubertät gekommen waren. Wenn Mutters Berührung sich auch nur halb so gut anfühlte, wie Dis Mund sich an meiner Muschi angefühlt hatte, dann würde ich hundert Männer dafür töten. Tausend!

„Wir werden dich nicht enttäuschen, Mutter“, versprach ich.

„Das weiß ich, Emi“, antwortete Mutter. Ihre Finger waren elektrisch, als sie mein Gesicht liebkoste. Für einen kurzen Moment spürte ich Lust in meinem Schoß. Ich erschauderte. Ich würde eine Million Männer für meine Mutter töten. „Los!“ befahl sie.

Di und ich erhoben uns und wir wurden geistig. Wir waren Dimme, mehr Geist als Wesen. Wenn wir wollten, konnten wir zu Geistwesen werden und den Schleier zwischen der Welt der Sterblichen und dem Abgrund anheben. Wir konnten gesehen werden und wir konnten uns auch unsichtbar bewegen. Wenn wir an der Grenze entlang gingen, waren wir nicht mehr an die Welt der Sterblichen gebunden und konnten duch Gegenstände gehen, wie zum Beispiel die Wände dieses Lagers hier.

Wir bewegten uns nach Süden. Wir wollten nach Tacoma. Wir würden die ganze Nacht und einen Teil des Montags brauchen, um die Entfernung zu überwinden, aber wir wurden nicht müde. Wir fehlen nicht. Die Feinde unserer Mutter würden tot in unseren Händen liegen.

Wir sind Dimme. Wir fehlen nicht.

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Montag, 23. September 2013 – Mary Glassner – Seattle, WA

„Alle bitte wieder hinsetzen”, hörten wir Joslyns Stimme durch die Lautsprecher. „Wir beginnen den Landeanflug. Wir werden um 12:17 Uhr aufsetzen.“

Ich schluckte und hoffte, dass sie vorsichtig sein würde. Ich hatte den Cathar-Spruch benutzt, um das Flugzeug unsichtbar zu machen. Der Luftraum über den USA war noch immer gesperrt und es war spannend, als wir über das Land flogen, aber ganz offensichtlich erschienen wir nicht auf den Radarschirmen. Und dennoch hatte ich ein bisschen Angst, dass wir vielleicht von einem anderen Flugzeug gesehen werden könnten.

Wir landen, Mark, sendete ich. Halte noch ein klein wenig länger durch.

Beeil dich, Mary. In dieser Sendung lag so viel Schmerz und Trauer, dass ich auf meine Lippe beißen musste, damit ich davon nicht überwältigt wurde. Er wurde jetzt den dritten Tag in Folge geschlagen. Er konnte nicht m

Ich griff nach meiner Armlehne, während wir immer tiefer sanken. Mein Herz hämmerte in meiner Brust. Wir waren unsichtbar, niemand konnte sehen, dass wir landeten. Bitte, bitte, lass niemanden auf die Landebahn fahren! Ich schaute aus dem Fenster und beobachtete, wie der Boden uns entgegen kam. Die Landeklappen wurden ausgefahren, das Flugzeug wurde langsamer. Und dann kam das Aufsetzen und die plötzliche dröhnende Verzögerung, als der Umkehrschub eingeschaltet wurde. Wir waren auf dem Boeing Flugfeld im südlichen Seattle.

Mark und ich hatten einen privaten Hangar und Joslyn und Lynda manövrierten das Flugzeug vorsichtig dorthin. Niemand war zu sehen. Der Hangar gehörte Cargo-Air, diese Firma gehörte einem Milliardär, den wir kannten. Brandon sollte davon hoffentlich nichts wissen.

Ich schaute aus dem Bullauge und sah keine Soldaten, die das Flugfeld bewachten, oder unseren Hangar. Unsere Wartungstruppe war da und öffnete die riesigen Tore des Hangars. Es waren alles Gläubige, die sich freiwillig durch den Zimmah-Spruch an Mark hatten binden lassen. Ich bemerkte, dass sie sich besorgt umsahen. Sie hörten zwar die Maschinen des Flugzeugs, konnten es selber aber nicht sehen. Als wir schließlich sicher im Hangar waren und die die Tore sich schlossen, hob ich den Spruch wieder auf.

Eine Fahrtreppe wurde an den Ausgang gefahren und ich ging hinunter zu einem wartenden SUV. Ich stieg alleine ein. Ich wollte keine weiteren unserer Anhänger fangen lassen. Wenn der Plan funktionierte, würde Brandons Macht bald gebrochen sein. Wenn er nicht funktionierte, kam es auch nicht mehr darauf an, wie viele Leibwächterinnen ich mitnahm. Wir waren dem Militär hoffnungslos unterlegen.

„Viel Glück, Ma’am“, wünschte mir 47, die stellvertretende Leiterin unserer Leibwachen.

Ich zog mein silbernes Amulett aus und meinen Ehering und gab ihr beides durch das heruntergelassene Fenster. Alles, was ich jetzt noch trug, war das Amulett aus Bronze, das mich vor Geschossen schützte. „Verwahre die Sachen gut für mich.“ Ich drängte meine Tränen zurück, als ich meine wertvollsten Dinge an sie übergab. Wenn das hier schiefging, dann sollten sie nicht in Brandons Hände fallen.

„Natürlich“, antwortete sie. Dann beugte sie sich zu mir herunter und gab mir einen Kuss. „Das soll dich unterstützen.“

Meine Leibwächterinnen und die anderen Bediensteten schauten schweigend zu, wie ich wegfuhr. Ich benutzte meine Schlüsselkarte, um den Flughafen zu verlassen. Wir fuhren auf die I5 in Richtung Süden. Es gab so gut wie gar keinen Verkehr. Es war Montagmittag und der Freeway war beunruhigend leer. Ich fuhr nach Süden und nach etwas dreißig Minuten näherte ich mich Tacoma. An der Ausfahrt nach Tacoma war eine Straßensperre aufgebaut. Drei Humvees und ein Stryker blockierten die Straße. Vor den Fahrzeugen standen etwa ein Dutzend Soldaten in Tarnuniformen an einem Stacheldrahtzaun. An beiden Seiten der Barrikade waren Maschinengewehre montiert. Sie zeigten genau auf meinen SUV.

Ich blieb ca. 150 Meter vor der Barrikade stehen. Ich konnte die Auren der Soldaten sehen. Sie waren schwarz und hatten einen roten Saum. Das waren Leibeigene, die gegen meine Kräfte immun waren. Ich atmete tief ein und schaltete den Motor aus. Soldaten kamen auf mein Fahrzeug zu. Sie bellten laute Kommandos. Ich stieg vorsichtig aus und hielt die Hände über dem Kopf. Die Soldaten gierten meinen nackten Körper an und ich hielt meinen Kopf stolz oben und starrte die Soldaten mutig an.

„Ich bin Mary Glassner. Bringt mich zu Brandon.“ Ich machte eine Pause und dann tat ich so, als stünde ich unter seiner Macht und stöhnte: „Ich würde gerne seine Konkubine sein.“

Der Unteroffizier, der die Mannschaft befehligte, älter als die milchgesichtigen Soldaten, nahm meinen Arm und führte mich zu einem Humvee. Er setzte mich nach hinten und er und ein paar Soldaten stiegen ein. Sie starteten den Motor und drehten das Auto. Dann fuhren wir in Richtung Tacoma.

Ich bin beinahe da, schickte ich Mark und versuchte, meine Angst für mich zu behalten.

Alles, was ich zurückbekam, war das Gefühl von Schmerzen. Ich versuchte, nicht in Panik zu verfallen. Bitte, sei okay, Mark!

Wir brauchten nur ungefähr zehn Minuten bis zum Gerichtsgebäude. Allerdings brachte man mich nicht dorthin, sondern zum Gefängnis nebenan. Mein Herz fing an, vor Furcht heftig zu schlagen, War etwas schiefgelaufen? Warum brachten sie mich nicht zu Brandon? Nach den Nachrichten war das Gerichtsgebäude sein Hauptquartier.

Ich versuchte, so ruhig wie möglich zu erscheinen, als wir das Gefängnis betraten. Die erste Sicherheitsschleuse war gesprengt worden und ich sah Patronenhülsen auf dem Boden und Blutspritzer an den Wänden. Die Soldaten führten mich immer tiefer in das Gebäude und wir passierten mehrere intakte Sicherheitsschleusen. Es brachte mich aus der Fassung, dass alle Zellen leer waren und ich fragte mich, was wohl mit den Insassen geschehen war. Die letzte Sicherheitsschleuse, durch die wir gingen, öffnete sich auf den Innenhof des Gebäudes.

Eine Menge Frauen kauerte in der Mitte des Hofes. Sie sahen wie betäubt vor Angst aus. Ich schaute in ihre Gesichter und hoffte, einige Leibwächterinnen oder Violet oder Leah zu erkennen. Ich dachte, ich hätte Leah, unsere Fahrerin, zwischen 51 und 27 kauern sehen. Von den Leibwächterinnen oder von Violet sah ich nichts. 51 schaute mich an. In ihren Augen flackerte Verzweiflung.

Am anderen Ende des Hofes saß Brandon auf einem erhöhten Stuhl, so wie auf einem Thron. Um ihn herum war eine ganze Gruppe nackter Frauen, die vor ihm katzbuckelten. Aus den Nachrichten wusste ich, dass auch Desiree unter ihnen war. Ich suchte nach ihr und sah sie zur Rechten von Brandon knien. Sie schien eine willige Sklavin zu sein und ich fragte mich, wie das wohl möglich war. Hatte Brandon eine Möglichkeit gefunden, den Zimmah-Bund zu brechen? Oder hatte er sie gebrochen?

Dann fielen meine Augen auf Mark. Ich erkannte ihn beinahe gar nicht. Sein ganzer Körper war eine einzige Wunde. Er war von oben bis unten mit Blutergüssen übersät. Sein Gesicht war zugeschwollen und er blutete aus zahlreichen Rissen an seinen Augenbrauen. Eines seiner blauen Augen fand meine. Das andere war geschlossen. Er war mit Händen und Füßen an einen Pfahl gefesselt und lag auf dem Betonboden. Mein Herz brach und ich musste gegen meine Tränen ankämpfen. Jetzt war nicht die Zeit dafür, ich musste jetzt stark sein.

Die Soldaten bahnten sich einen Weg durch die Frauen und führten mich zu Brandon. Er war jünger und fitter, seit er Mark gefangen hatte., Wie hatte er das gemacht? Hatte er einen zweiten Pakt mit dem Teufel abgeschlossen? Brandon selber hatte es ein Wunder genannt, als er sich gestern Abend hatte interviewen lassen. Einen weiteren Beweis seiner Göttlichkeit. Aber das war nicht möglich. Nein, er hatte bestimmt einen Pakt mit einem anderen Dämon abgeschlossen.

„Ahh, Mary Glassner, hast du dich endlich meinem Charme ergeben?“ lächelte Brandon.

„Wie könnte ich nicht?“ fragte ich. Ich versuchte, so beschwingt wie möglich zu klingen. Er musste glauben, dass ich unter seiner Macht stand. „Du bist ein Gott und ich bin hilflos vor deiner Männlichkeit. Ich liebe dich! Lass mich deine Konkubine sein.“

Ich spürte seinen Blick auf meinem nackten Leib, als ich mich vor ihm hinkniete. Ich fühlte mich schmutzig dabei, als ich die Augen dieses Schweins an mir fühlte. Aus meinem Augenwinkel sah ich Mark. Ich zog Stärke aus ihm. Ich konnte diese Erniedrigung ertragen. Ich konnte alles ertragen, um ihn zu retten.

Ich liebe dich, sei stark! schickte ich meinem Mann und ich sah, wie er sich bewegte.

Brandon stand auf und öffnete seine Hose. Sein Schwanz war hart, seine Eichel ärgerlich rot. „Dann zeig mir mal, wie sehr du mich liebst.“

Für Mark kann ich alles ertragen. Ich kroch zu ihm und versuchte, nicht zu zucken, als meine Knie über den rohen Beton kratzten. Mark hatte in den letzten drei Tagen wesentlich mehr Schmerzen ertragen. Ich konnte mit einem aufgeschürften Knie leben. Ich erreichte das Schwein, sein Schwanz schwang vor mir hin und her. Sein Schwanz war beinahe so lang wie der von Mark, aber er hatte nicht den Durchmesser. Ich griff mit einer Hand danach und wichste ihn langsam. Dabei unterdrückte ich einen angewiderten Schauder.

„Ich würde gerne deinen Schwanz in meiner Muschi spüren“, schnurrte ich.

Brandon lachte. „Deine Frau ist eine echte Schlampe, Mark! Das überrascht mich nicht, sie hat endlich einen richtigen Schwanz gesehen. Lutsch mich erst, du Hure!“

„Gerne“, log ich. Dann öffnete ich den Mund und saugte seinen Schwanz zwischen meine Lippen. Ich würde ihm den besten Blowjob geben, den ich konnte. Je schneller es ihm kam, umso schneller konnte ich ihn exorzieren.

Er zog seinen Schwanz aus meinem Mund. „Wessen Schwanz ist größer?“

„Deiner, mein Lord!“ stöhnte ich. „Ich kann es gar nicht erwarten, ihn in meiner versauten Fotze zu spüren.“

Er stieß ihn mir erneut in meinen Mund und ich schlang meine Zunge darum, Dann schob ich meine Lippen ganz an seinem Schaft nach unten. Ich entspannte meine Kehle und ließ ihn hineingleiten, Meine Hände umfassten vorsichtig seine Eier. Ich brauchte meine ganze Selbstkontrolle, um ihm nicht hineinzubeißen und seine Eier zwischen meinen Fingern zu zerdrücken. Ich fuhr mit dem Mund wieder nach oben, saugte feste und dann bewegte ich einige Male meinen Kopf und rieb seinen Schwanz an der Innenseite meines Mundes.

„Verdammt nochmal, sie lutscht mich wie eine Professionelle!“ stöhnte Brandon. „Ich hoffe, du kannst gut sehen, wie deine Frau meine Hure wird, Mark!“

Ich konnte hören, wie Marks Ketten rasselten. Er wird für jedes Wort bezahlen, wenn er exorziert ist, Mark, schickte ich ihm. Sei stark!

Ich bewegte meinen Kopf immer schneller und hoffte, dass es Brandon bald kommen würde, damit ich endlich seinen widerlichen Schwanz aus dem Mund heraus bekam.. Dann packte er meinen Kopf und fing an, mein Gesicht zu ficken. Sein Schwanz drang immer wieder in meinen Hals ein. Ich entspannte mich und schaltete meinen Instinkt aus, mich zu befreien. Ich musste diese Charade weiterspielen, bis er exorziert war.

„Verdammt Hure!“ stöhnte Brandon. „Dein Mund fühlt sich toll an. Ich werde deine Lippen mit meinem Saft überfluten und du wirst alles runterschlucken wie eine gute Hure.“

Sein Sperma spritzte in meinen Mund. Ich konnte ihn mit einem Mund voller Sperma nicht exorzieren, deswegen versuchte ich jetzt mich zu befreien. Aber sein Griff war einfach zu stark. Ich fühlte mich krank, als sein salziges Sperma meinen Mund füllte. Er ließ mich nicht los und so war ich gezwungen, die ganze Ladung zu schlucken. Er stöhnte über mir und nannte mich weiterhin Hure und Schlampe. Schließlich war er fertig. Er zog seinen Schwanz aus meinem Mund und ich musste husten.

Ich schaute zu ihm auf und zwang mich dazu, den Rest seines Spermas von meinen Lippen zu lecken. Dabei war ich so sexy wie es ging. „Danke, mein Lord. Ich möchte wetten, dass sich meine Fotze noch besser auf deinem großen wunderbaren Schwanz anfühlen würde.“

Sein Schlag überraschte mich völlig.

Ich lag auf dem Boden. Mein Gesicht brannte. Ich schüttelte den Kopf. Blut tropfte aus meiner gebrochenen Nase. Was war passiert? Ich sah, wie Brandon mit seinem Bein ausholte, um mir in den Bauch zu treten und ich bekam Angst. Er versuchte, meinem Baby wehzutun. Ich warf mich auf die Seite. Sein Fuß traf nur meine Seite und ich rollte über den Boden. Meine Hüfte kratzte über den Beton.

„Hast du wirklich gedacht, dass ich blöd genug sein würde, dich zu ficken?!“ röhrte Brandon. „Ich weiß, dass du die Gabe hast!“

„Woher!“ hustete ich.

„Mowdah“, antwortete Brandon. Das war der Spruch, mit dem ein Hexer die Aura einer Person sehen konnte. Meine hatte jetzt die Farbe von Bronze Die Aura eines Schamanen.

„Aber du hast doch gar keine Schwester“, keuchte ich und Blut strömte aus meiner Nase.

„Ich habe aber einen Bruder“, sagte Brandon. Er sah ein wenig angewidert aus.

Ich fühlte mich so dumm. Das Mowdah-Ritual benötigte die Sex-Flüssigkeit eines Geschwisters. Mark und ich hatten unsere Schwestern benutzt; wir hatten keine andere Wahl, keiner von uns hatte einen Bruder. Wie konnte ich nur vergessen, dass man auch einen Bruder benutzen konnte! Karens Warnung klang in meinem Kopf. „Brandon hat… uder!“, hatte sie gerufen. Brandon hat einen Bruder!

Sie hatte mich warnen wollen, dass mein Plan fehlschlagen würde.

Ich kämpfte gegen die Panik an und schaute zu Mark. Er heilte sich gerade, aber das würde Zeit brauchen und es würde offensichtlich sein. Ich schluckte. Ich musste Brandon und alle anderen ablenken. Ich musste Mark Zeit beschaffen, damit er sich heilen konnte. Das war unsere einzige Chance.

„Ich hoffe, du hast dir nicht so einen kleinen Schwanz gewünscht!“ verspottete ich ihn. „Ich habe ihn kaum in meinem Mund gespürt!“

Brandon trat mich wieder und ich rief„Owr!“ Ein blendendes Licht erschien zwischen uns beiden. Brandon stolperte und sein Tritt verfehlte mich.

„Verdammte Fotze“, schrie Brandon und blinzelte.

„Desiree hat mir erzählt, dass sie ihre Orgasmen immer vortäuschen musste, wenn du sie gefickt hast“, verspottete ich ihn weiter. Ich rappelte mich wieder auf die Beine. „Sie konnte deinen Schwanz nicht in sich spüren! Aber bei Mark hat sie das nie machen müssen! Er hat einen riesigen Schwanz!“

Die Blutergüsse an Marks Körper verschwanden langsam und die Schwellungen in seinem Gesicht wurden kleiner. Ich konnte jetzt seine beiden Augen sehen. Ich musste Brandons Aufmerksamkeit weiter auf mir halten. Ich wich ein wenig zurück und das Schwein blinzelte. Sein Gesichtssinn kam wieder zurück. Mit einem lauten Schrei sprang er auf mich zu und stolperte. Er fiel nach vorne. Desiree hatte ihn bei den Beinen gepackt und hielt ihn fest. Brandon schlug hart auf dem Beton auf und spuckte einen blutigen Zahn aus. Er schaute auf Desiree und trat der Schlampe hart ins Gesicht. Sie schrie auf und ließ ihn los.

Brandon war wieder auf den Beinen. Er ging zu Desiree. „Ich dachte, du kennst deinen Platz, du Fotze!“ schrie er die Frau an und trat sie hart in den Bauch.

„Das ist mi Reina!“ rief sie. Hass glühte in ihrem Gesicht, als sie sich den Bauch hielt.

Ich wollte ihr helfen, aber eine Hand packte mich von hinten. Einer der Soldaten. Sein Griff war wie Eisen, als er meine Schuler hielt. Ich zucke vor Schmerzen zusammen, griff nach hinten, berührte seine Hand und rief ein einzelnes Wort: „Maveth!“

Der Soldat fiel auf den Boden und schrie vor Angst auf. Das war das Letzte gewesen, was Azrael mir heute früh noch beigebracht hatte. Weil Azrael der Engel des Todes war, schenkte sie den Schamanen einen einzigartigen Spruch. Ein männlicher Schamane konnte Tote beschwören und ein weiblicher Schamane konnte einer Person zeigen, was sie im Tode erwartete. Und für einen Leibeigenen, der mit dem Zimmah-Spruch gebunden war, bedeutete das, dass er die Qualen seines Hexers in der Hölle teilen würde.

Ich trat von dem Soldaten zurück. Ich war beunruhigt von seinem Schreien. Würden Mark und ich denselben Horror erleben, wenn wir einmal starben? Wir waren doch sicher nicht so böse wie Brandon? Wir verdienen nicht die gleiche Strafe, die seine widerwärtige Seele verdiente. Ich schaute Brandon an und er leckte nervös seine Lippen. Er hatte keine Ahnung, was ich eben getan hatte. Der Maveth-Spruch stand nicht in der Magie der Hexe von Endor.

„Auf jeden, der mich berührt, wartet das gleiche Schicksal!“ warnte ich. Ich starrte Brandon mit dem ganzen Zorn an, den ich zusammenbekommen konnte.

Andere Soldaten schauten mich misstrauisch an. „Packt sie!“ schrie Brandon. Ein wenig Hysterie klang in seiner Stimme mit. Ein selbstgefälliges Gefühl kam in mir hoch. Er hatte Angst vor mir.

Gut.

Ich berührte den ersten Soldaten, der mich packen wollte und sagte das Wort. Er fiel auf den Boden und zitterte vor Horror. Drei weitere fassten mich an. Alle berührten meine nackte Haut. Das reichte schon und sie fielen alle schreiend hin. Ein Schuss knallte. Ich war von blauem Licht umhüllt, als mein Amulett das Geschoss ablenkte. Ich drehte mich um, um den Soldaten zu sehen, der auf mich geschossen hatte. 51 und 27 sprangen ihn gerade an. Die beiden Leibwächterinnen rangen ihn zu Boden.

Ich verspürte ein Hochgefühl. Brandons Soldaten hatten ihre Ordnung verloren und Mark heilte sich. Alles bewegte sich zu unseren Gunsten.

„Was ist hier los!“ dröhnte plötzlich eine Stimme wie ein ausbrechender Vulkan.

Ich wirbelte herum und sah einen riesigen Mann auf den Hof treten. Aber er war gar kein Mann. Seine Augen glühten wie Kohlen und seine Haut war schwarz und an einigen Stellen aufgebrochen wie glühende Lava. Die Luft stank nach verfaulten Eiern, als der Dämon über den Hof ging. Die Frauen, die sich in der Mitte des Hofes zusammengekauert hatten, versuchten, ihm den Weg freizumachen. Sie schoben und stießen sich in großer Angst hin und her.

„Molech, ich habe dein nächstes Opfer“, schrie Brandon. „Mary Glassner!“

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Mark Glassner – Tacoma, WA

Mich ergriff Panik, als Molech sich vorwärts bewegte.

Ich hatte voller Stolz meine Frau beobachtet. Als sie merkte, dass ihr Plan nicht funktionierte, war sie nicht in Panik verfallen. Sie sorgte stattdessen dafür, dass ich Zeit erhielt, damit ich mich heilen konnte. Sei war einfach erstaunlich, wie sie Brandon verhöhnte und immer mehr anstachelte. Und wie sie die Soldaten abwehrte. Einen Moment lang schien sie die Oberhand zu haben – bis Molech wie eine Lawine erschien. Die riesige Monstrosität ging immer näher auf meine Frau zu. Ich wusste, was mit den Frauen passierte, die er mitnahm. Ihre Schreie hörten nicht auf.

Ich konzentrierte mich. Ich wollte mich schneller heilen. Ich versuchte, meine Angst zu unterdrücken, während Molech weiter auf Mary zuging.

Mary drehte sich um, um zu fliehen. Sie schickte einen Soldaten, der sie festhalten wollte, mit einem einzelnen Wort zu Boden. Heile schneller! Ich spürte, wie meine Zunge wieder wuchs, sie dehnte sich aus und füllte meinen Mund. Schneller, oh bitte, schneller! Molech kam zu Brandon, der grinsend beobachtete, wie Mary sich in eine Ecke des Hofes drückte. Sie hatte Angst in den Augen.

Plötzlich schwang Molech seinen Arm vor und er griff nach nichts. Eine Frau materialisierte aus dem Nichts. Sie war weiß und blass und nackt. Ihr Haar war weißer als Schnee, völlige Farblosigkeit. Molech hielt sie beim Arm. Aber sie schrie nicht, selbst als ihre Haut zischte und Rauch aus Molechs geschlossener Faust aufstieg. Stattdessen stieß die Frau ihre Hand auf Molech und dann gab es schnelles Hin und Her von Schatten. Molech ließ sie los. Dampf drang aus einem hässlichen Schnitt in seiner Brust. Die Frau verschwand wieder.

„Was war das?“ keuchte Brandon, als die Frau verschwand.

„Dimme“, grollte Molech. „Eine von Liliths Brut. Eine Mörderin, die an der Grenze zwischen Leben und Tod geht.“ Der Dämon fixierte Brandon mit seinen brennenden Kohlen. „Ich habe noch nicht alle Opfer, die du mir schuldest. Du darfst noch nicht sterben.“

Molechs Faust peitschte nach vorne und die Dimmer erschien. Sie fiel auf den Boden, Ihr Gesicht war eine blutige Ruine. Die Dimme zischte Molech an und verschwand. Sie hinterließ blasses rosafarbenes Blut auf dem Boden. Mary war vergessen, als Brandon seine Soldaten zu sich rief, um ihn zu umstellen. Molech ging langsam weiter und schaute sich um. Er hatte eine Grimasse auf seinem Gesicht aus Basalt.

Hinter Molech erschien die Dimme und stach ihm mit den Schatten in den Rücken. Brüllend vor Schmerz drehte sich Molech um, aber die Dimme duckte sich. Eine zweite Dimme erschien hinter Molech. Ihre Hand schlug auch in Richtung auf seinen ungeschützten Rücken. Ein Soldat sah sie und er warf sich in ihren Schlag. Schatten blitzten auf und der Soldat fiel leblos auf den Boden. Die Dimme verschwand, als die anderen Soldaten das Feuer auf sie eröffneten.

Meine Zunge war wieder da. Ich war geheilt. „Tsalmaveth!“

Energie floss aus mir heraus und weißer Nebel füllte plötzlich den Innenhof. Die Soldaten, die Brandon beschützten, wurden noch verwirrter, als der Nebel sich zusammenzog und sich fünfzehn Personen bildeten. Das waren die Toten, die ich beschworen hatte, sie bildeten ihre Körper aus dem weißen Nebel. Vor mir entwickelte sich eine der Personen sehr schnell. Der Körper wurde fest und ein Nimbus aus silbernem Licht umgab ihn. Ich zwinkerte und sah blaue Augen, blondes Haar und ein Lächeln.

„Jetzt schau dir an, in welche Schwierigkeiten du kommst, wenn ich mal nicht da bin, Meister“, grinste Chasity

Sie hatte eine silberne Rüstung an und hielt eine silberne Pistole in der Hand. Sie sah aus wie eine Walküre, kämpferisch und wunderschön. Sie zielte mit der Waffe und schoss mir die Fesseln von den Händen und den Füßen. Dann streckte sie ihre Hand aus. Ihr Griff war stark wie Eis und kalt wie der Tod, als sie mir auf die Füße half. Ich sah mich um und sah die anderen Geister, die ich beschworen hatte. Karen stand vor Mary, die Schmolllippen von 25 kräuselten sich, als sie ihre Waffe auf eine Gruppe Soldaten abfeuerte. Die rotbraunen Haare von 63 flogen wie Flammen hinter ihr her, als sie quer über den Hof auf Mary zu rannte. Alle dreizehn Leibwächterinnen, die für uns gestorben waren, waren erschienen und sie beschützten uns selbst jetzt im Tod.

Meine Beine fühlten sich an wie Gummi, als ich die ersten Schritte machte. Ich war so schwach. Ich hatte seit Tagen nichts gegessen und kaum genug Wasser getrunken, dass ich überlebte. Und ich spürte, wie die Energie aus mir herausfloss. Ich hielt damit die Beschwörung aufrecht. Ich knirschte mit den Zähnen, schob meine Erschöpfung zur Seite und beschwor himmlisches Schwert und himmlische Rüstung. Dann stürzte ich mich in den Kampf. Chasity war an meiner Seite.

Molech musste aufgehalten werden.

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Mary Glassner

Ich hörte Marks Stimme über dem Gebrüll von Molech, als ich mich in die Ecke verkroch. Einen Moment lang kümmerte sich niemand um mich. Ich versuchte zu denken. Brandon war von seinen Soldaten umringt. Dann sah ich plötzlich, wie ein dichter weißer Nebel erschien. Ich sah fasziniert, wie der Nebel vor mich sich immer weiter verdichtete, bis schließlich Karen vor mir stand. Sie hatte eine glänzende silberne Rüstung an.

„Herrin“, sagte sie. „Womit kann ich dienen?“

Ich sah mich um. Weitere Personen erschienen aus dem Nebel. Alle waren Leibwächterinnen, die gestorben waren. Die sechs vom Juni und die sieben vom Samstag. Ich sah, wie Chasity Mark aufhalf und ich lächelte. Es war gut, sie wiederzusehen, Sie sah so wunderbar aus in ihrer Rüstung, so kriegerisch. Ich hatte einmal zufällig gehört, wie Allison mit ihrer Frau über Chasity sprach. „Sie wacht über uns“, hatte Allison gesagt. „So wie eine Walküre. Sie ist ständig bereit zu kommen und uns zu helfen. So wie in diesem alten Schwarzenegger-Film. Dieser mit dem Barbaren.“ Allison hatte recht. Sie war wirklich eine Walküre, die jetzt hier war, um uns zu retten.

63 kam zu Karen. Sie wurde von 32 mit dem Porzellangesicht gefolgt. Hinter ihnen konnte ich sehen, wie Mark den Dämon jagte. Chasity war an seiner Seite. „Ihre Befehle Ma’am?“ fragte 32 kämpferisch. Auch sie glänzte in einer silbernen Rüstung.

„Fangt Brandon!“ befahl ich.

Brandons Wachen hatten wilde Augen, Sie feuerten auf die Erscheinungen. Aber die Kugeln konnten den Leibwächterinnen nichts anhaben. Sie waren schon tot. 32 und 63 feuerten ihre himmlischen Waffen auf die Soldaten ab. Die Kugeln trafen den Körperschutz und die getroffenen Soldaten taumelten. Karen stellte sich zwischen mich und die Schießerei. Hinter Brandon sah ich, wie Mark, Chasity und eine der Leibwächterinnen gegen Molech und die beiden Dimme kämpften. Mark hatte seine goldene Rüstung an, wie ein griechischer Held. Sein Schwert glänzte in der Sonne. Er sah so machtvoll aus, so heroisch. Ich spürte eine plötzliche Hitze in meiner Muschi.

Eine nackte 51, die erschöpft und eingefallen aussah, kam an meine Seite. Sie hatte eine M16 in der Hand. „Ma’am“, grüßte sie mich höflich. Dann kniete sie sich hin und fing an, sorgfältig auf Brandons Wachen zu schießen.

Die Geister von 32 und 63 kamen näher heran.

„Rückzug!“ rief Brandon voller Angst, als ein weiterer seiner Soldaten von den Geistern niedergestreckt wurde.

Brandon wurde in einer Gruppe von etwa zehn Soldaten in das Gefängnis geführt. Es summte und das Tor öffnete sich. Scheiße, er versuchte zu entfliehen. Mark würde sich alleine um Molech kümmern müssen. Wir rannten hinter Brandon her, als das Tor anfing, sich wieder zu schließen. 32 kam als erste beim Tor an und sie warf sich zwischen die sich schließenden Flügel. Es gelang ihr, das Tor aufzuhalten, bevor es sich ganz schließen konnte. Sie hielt das Tor lange genug auf, dass 51 und ich selbst hindurchschlüpfen konnten. Wir kamen um eine Ecke und sahen, dass Brandon gerade durch die nächste Sicherheitsschleuse ging. 32 rannte los, aber das Tor schloss sich, bevor sie es erreichen konnte.

„Verdammt“, schnarrte ich. Dann schaute ich 32 an. „Könnt ihr durch Wände gehen?“

„Natürlich, Ma’am“, lächelte sie. Ihre mandelförmigen Augen blitzten aufgeregt. Ich erinnerte mich daran, dass ihr Name Sally war. Sie war am Samstag gestorben.

„Dann übernimm den Kotrollraum, schließe Brandon ein und öffne einen Weg für uns.“

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Mark Glassner

Ich sah, wie Mary gemeinsam mit Karen, zwei weiteren Geistern und 51 hinter Brandon her war. Ich hoffte, dass es ihr gut ging und wandte mich wieder Molech zu. Der Dämon hatte ein flammendes Schwert beschworen und schwang es in tödlichen Bögen um sich herum. Die Geister griffen ihn von allen Seiten her an, aber Molech hielt uns mit dem Schwert auf Abstand. Diese merkwürdigen farblosen Frauen, die Dimme, erschienen immer wieder und verschwanden anschließend. Sie griffen Molech an, mich und die Geister.

Chasity stieß mich plötzlich zur Seite und wir gingen beide zu Boden, als Molechs Klinge über uns hinweg heulte. Die Hitze tat meinem Gesicht weh. Wir rollten über den Beton und ich kam wieder auf die Füße. Es kostete mich viel Energie, die Beschwörung der Toten aufrecht zu erhalten. Ich merkte, wie meine Energie nachließ. Ich war mir nicht sicher, wie lange ich das noch schaffen würde. Irgendwie musste ich allerdings durchhalten. Molech war einfach zu stark, zu schnell, als dass ich alleine gegen ihn hätte kämpfen können. Er bewegte sich wie Quecksilber, trotz seiner Masse. Er floss geradezu über den Kampfplatz und schlug all unsere Angriff zurück.

Molechs Schwert zuckte auf mich zu und ich schaffte es gerade noch, seinen Angriff mit meiner Klinge zu parieren. Der Dämon wusste, wie man kämpft. Ich musste mein ganzes Geschick aufbieten, um seine Klinge von meinem Fleisch fern zu halten. Ich kam überhaupt nicht dazu, einen Gegenangriff zu starten. Drei der Leibwächterinnen drangen auf ihn ein und er drehte sich um und wich zurück.

Die Geister mussten ihre Pistolen in Schwerter verwandeln. Die kleinen Kugeln schienen dem Dämon überhaupt nichts auszumachen. 22 sprang auf den Dämon zu. Ihr schwarzes Haar wehte hinter ihr her. Molech drehte sich blitzschnell, drehte ihre Klinge mit seinem Schwert und seine Riposte fuhr mitten durch sie hindurch. Der Bann war gebrochen und ihr Geist kehrte zurück in den Abgrund.

Dass 22 nicht mehr da war, erleichterte meine Anstrengungen ein wenig, aber nicht sehr. Ich wurde schwächer und Molech merkte das deutlich. Ich hob mein Schwert gerade rechtzeitig, um seinen nächsten Schlag abzuwehren. Die Wucht trieb mich aber einen halben Meter zurück. Der Dämon hämmerte mich blitzschnellen Hieben auf mich ein, die ich kaum abwehren konnte. Jeder Treffer auf meinem Schwert tat in meinen Armen weh. Chasity kam mir zur Hilfe und schwang ihre silberne Klinge gegen ihn. Er war gezwungen, zurück zu springen.

„Verdammt!“ fluchte ich. Schweiß lief an meinem Gesicht herab und lief in meine Augen. Ich konnte den Bann nicht mehr lange aufrecht erhalten. Ich würde versagen. Ich wischte mir über die Augenbraue und plötzlich war eine der Dimme vor mir. Ihr Arm schoss nach vorne und Schatten blitzten, als sie meinen Brustpanzer traf. Schmerz explodierte in mir und ich taumelte zurück. Ich spürte die Sprünge in meiner Panzerung, als ich auf dem Rücken landete. Die Dimme verschwand und tauchte dann direkt vor mir wieder auf. Ihr Arm schlug nach meinem Kopf. Ich wusste, dass der Schlag mich töten würde, wenn sie mein ungeschütztes Gesicht traf. Hinter der Dimme schwang Chasity ihr Schwert auf den Kopf der Dimme zu. Sie wollte die Dimme töten, bevor sie mich erwischen konnte.

Alles schien immer langsamer zu werden, als meine Energie nachließ. Der Bann war jetzt beinahe zu Ende und ich bemühte mich, ihn aufrecht zu erhalten, aber ich war einfach zu schwach. Er begann, mir zu entgleiten. Nur noch eine Sekunde, nur so lange, bis Chasitys Schwert das Monster töten konnte, bevor es mein Gesicht traf und mich tötete.

Nur noch eine Sekunde.

Ich war völlig fertig. Kein Saft mehr. Ich konnte nicht länger aushalten. Das war es jetzt. Ich war tot. Ich hatte Mary fallen gelassen, ich hatte alle fallen gelassen. Die blasse Hand der Dimme kam immer näher. Um sie herum sammelten sich schwarze Schatten.

Nein! Ich darf nicht aufgeben! Ich muss weiterkämpfen! Für Mary! Für unser ungeborenes Kind! Ich grub ganz tief in mir, in den Tiefen meiner Seele. Ich wollte unbedingt etwas finden, irgendetwas, das den Bann aufrecht erhalten konnte. Ich berührte etwas Hartes, Metallisches.

Ich hatte eine Kette gefunden, die an meiner Seele befestigt war.

Nein, nicht eine Kette, da waren Dutzende Ketten. Ich nahm eine. Sie gehörte zu Violet. Ihre Lebenskraft war durch den Zimmah-Spruch an mich gebunden. Ich spürte ihre Lebenskraft. Ich zog daran und erfüllte den Bann mit neuer Energie. Ich griff nach allen Ketten und nahm ihre Energie in mich auf: Allison, Desiree, Lillian, Xiu, Jessica, Marys Vater und ihre Schwestern, die Leibwächterinnen, unsere anderen Dienerinnen. Mehr Energie als ich jemals gedacht hätte, rauschte in mich hinein, Ich hatte meine eine Sekunde. Verdammt nein, ich hatte mehr als nur eine Sekunde!

Chasitys Klinge fuhr durch die Dimme und sie fiel leblos auf mich herunter.

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Mary Glassner

„Sag mal“, sagte ich zu Karen, während wir darauf warteten, dass 32 das Tor für uns öffnete. „Wie ist das eigentlich, wenn man tot ist?“ Ich wurde rot, warum fragst du das, das muss doch ein schwieriges Thema für sie sein.

„Och, eigentlich ist das ganz okay“, sagte Karen. „Wir bewachen dich und den Meister oder wir machen Liebe miteinander. Sonst haben wir nichts zu tun, solange wir warten.“

Es gab eine Pause, in der keine von uns beiden wirklich wusste, was sie sagen sollte und ich fragte mich, wie lange 32 wohl brauchen würde, um dieses verdammte Tor zu öffnen, bevor Brandon zu weit weg war. Ich schaute auf den Geist und biss mir auf die Lippe. Und dann fragte ich das erste, was mir in den Sinn kam. „Wie kommt es, dass ihr Kugeln blockieren und durch Wände gehen könnt?“

„Wir stehen an der Grenze zwischen Leben und Tod“, antwortete Karen. „und wir können kontrollieren, zu welcher Seite wir näher stehen. Wenn wir das Leben wählen, dann können wir mit eurer Welt interagieren und wenn wir dem Tod näher sind, dann können wir durch Wände gehen.“

„Ähh, und die Kugeln verletzen euch nicht, weil ihr schon tot seid?“

„Ja, so ähnlich.“

„Kann euch dann irgendetwas verletzen, wenn ihr beschworen worden seid?“

Karen schüttelte den Kopf. „Nicht wirklich. Wenn wir von einer Attacke getroffen werden, die Geisteswesen treffen kann, wie zum Beispiel vom Schwert des Meisters, dann werden unsere Seelen einfach wieder in den Abgrund geschickt.“ Karen runzelte die Stirn. „Allerdings gibt es eine Sache, Mishbath.“

„Was ist das denn?“

„Auslöschung. Die Dämonin Asherah hat eine Klinge geschmiedet, die eine Seele dauerhaft vernichten kann. Sie löscht deren Existenz einfach aus. Selbst das Leiden in der Hölle ist besser, als einfach ausgelöscht zu werden. Da hat man wenigstens Gesellschaft und die Hoffnung auf eine bessere Existenz.“

„Wow!“ flüsterte ich.

„Brandon sitzt fest“, kam die Stimme von 32 über die Lautsprecher. „Ich habe einen Weg zu ihm geöffnet. Folgt einfach den offenen Sicherheitsschleusen.“

„Gut gemacht!“ rief ich, als sich die Schleuse vor uns öffnete. Karen und ich führten unsere Gruppe an. 51 deckte uns nach hinten ab.

32 kam aus einer Wand heraus, als wir an den leeren Zellen vorbei eilten. „Hier entlang!“ rief sie.

Schüsse erschallten, als 32 um eine Kurve bog. Sie prallten harmlos an ihrem silbernen Panzer ab. Der koreanische Geist zielte mit ihrer silbernen Pistole und feuerte auf die Soldaten. Karen und 63 machten es ihr nach und die drei Geister feuerten auf Brandons Leute. Ich hörte, wie die Soldaten vor Furcht und Schmerzen schrien und ich hatte ein schlechtes Gefühl dabei.

Sie hatten nicht darum gebeten. Sie waren Brandons Sklaven.

„Gib auf, Brandon“, rief ich. Ich hoffte, dass ich unschuldige Leben würde retten können. „Du bist gefangen.“

„Leck mich, du Fotze!“ schrie er zurück. Er klang vor Hysterie schrill. „Ich bin ein Gott! Man kann mich nicht so einfach besiegen! Schon gar keine Frau!“

Ich lachte und legte meine ganze Missachtung hinein. „Brandon, du warst von Anfang an einfach unterklassig!“

„Mach das Tor auf!“ brüllte er. Ich hörte metallisches Klirren, so als träte jemand gegen das Tor. „Ich befehle dir, das verdammte Tor aufzumachen!“

Brandons Soldaten schossen nicht mehr. Ich ging also um die Ecke. Ich fühlte mich schuldig, als ich die ganzen Soldaten tot oder sterbend auf dem Boden liegen sah. Ich schob das Gefühl zur Seite. Das war alles Brandons Problem. Das Blut klebte an seinen Händen und nicht an meinen.

Ich ging zu Brandon, der immer noch auf das Gitter eintrat. Er drehte sich zu uns. Dann sagte er: „Bitte!“ Er rutschte an den Gitterstäben herunter. „Bitte, tut mir nicht weh!“

Ich gab ihm einen Schlag mit der Rückseite meiner Hand. Es erfüllte mich mit Genugtuung, zu sehen, wie das Blut aus seiner Nase schoss. „Bindet ihn fest!“ befahl ich kalt.

Karen nahm seine Beine und 63 seine Arme. Er wehrte sich, aber die Geister hatten übernatürliche Stärke und hielten den Mann leicht fest.

„Ich wollte doch nur die Macht!“ schluchzte er. „Gnade!“

„Du bist erbärmlich“, schnarrte ich. „Du hast uns mit Soldaten angegriffen, du hast meinen Mann gejagt, du hast ihn drei Tage lang geschlagen. Du wolltest mich dem Dämon übergeben, den du beschworen hast! Und du willst Gnade? Willst du mich verarschen, Brandon?“ Ich trat ihm in die Seite und er grunzte. Der Ficker verdiente noch viel mehr Schmerzen und Leiden. Ich wollte ihn eigentlich blutig schlagen. Ich wollte ihn die Schmerzen spüren lassen, die er Mark zu gefügt hatte. Ich wollte ihn tot sehen, aber ich konnte ihn nicht töten. Jeder Leibeigene, der unter seiner Kontrolle stand, war mit ihm verbunden. Wenn er starb, starben sie auch alle. „Du lebst nur noch, weil ich nicht für den Tod von Zehntausenden verantwortlich sein möchte. Das würde nämlich passieren, wenn ich dich umbringe. Mach ihn hart, 51.“

„Ja, Ma’am“, antwortete 51. Sie öffnete seine Hose und zog seinen Schwanz heraus. Sie wichste ihn ein paar Mal, dann beugte sie sich vor und nahm ihn in den Mund.

„Lass es mich wissen, wenn er kurz davor ist zu kommen“, befahl ich.

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Mark Glassner

Mit meiner neuen Energie ging ich auf Molech los. Er wirbelte herum und schickte mit seiner Klinge zwei weitere Leibwächterinnen wieder in den Abgrund. Ich parierte den Schlag so gerade eben und Chasity glitt unter seine Klinge und schlug in Richtung auf sein Knie. Er zog zwar sein Bein zurück, aber ihr Schwert traf ihn dennoch und drang tief in seinen Schenkel ein.

Molech brüllte vor Wut. Er verlor geschmolzenes Blut. Sein verletztes Bein machte ihn etwas langsamer und die Geister und ich verstärkten unseren Druck auf ihn. Sein großes flammendes Schwert verschwamm, als er es in tödlichen Schwüngen um sich herum führte. Aber die Wunde an seinem Bein verlangsamte ihn. Geisterklingen und mein goldenes Schwert drangen auf ihn ein und mehr und mehr geschmolzenes Blut glänzte, als es aus einem Dutzend leichterer Wunden austrat. Es zischte und rauchte auf dem Beton. Irgendwie gelang es Molech immer wieder, die schlimmsten Auswirkungen unserer Schläge zu vermeiden.

„Ich bin Molech, der Gott der Ammoniter, Der Herr des Schwefels“, röhrte der Dämon. „Ich bin die feurige Esse, die den Stolzen verzehrt! Wer bist du, Sterblicher, dass du glaubst, du könntest dich mit einem Gott anlegen?“

„Ich bin Mark Glassner!“ schrie ich zurück. „Und du bist kein Gott mehr. Alle, die dich angebetet haben, sind tot. Wer hat denn schon mal von dem Ammonitern gehört? Oder von Molech?“

Molech brauste vor Zorn heftig auf. Zwei der Geister sprangen gegen den Rücken des Riesen. Er drehte sich schnell um und ließ mir den Rücken ungeschützt. Ich sah meine Chance, machte einen Angriff. Ich hielt das Schwert hoch. Nur drei Schritte und ein Schwung, dann würde der Dämon seinen Kopf verlieren.

Der erste Schritt – Molech fing an, sich umzudrehen. Er schien den Angriff zu spüren, aber er war wegen seiner Wunden langsam. Er konnte mich nicht aufhalten. Ich spürte ein Gefühl des Triumphs in mir. Ich würde mir seinen Kopf holen! Ich würde gewinnen!
Der zweite Schritt – aus den Augenwinkeln sah ich, dass sich eine weiße Gestalt materialisierte. Ich warf mich zur Seite, um der Hand mit den Schatten von der zweiten Dimme auszuweichen. Ich fiel hart auf den Boden. Mein Knie explodierte in Schmerzen, als ich gegen einen Schemel aus Metall stieß, der in dem Beton eingelassen war. Ich schaute mich nach dem Monster um, aber sie war schon wieder verschwunden. Verdammt, ich war so dicht dran gewesen. Ich griff nach dem Schemel und zog mich wieder hoch. Aber mein Knie hielt mein Gewicht nicht aus und ich fiel wieder auf den Rücken.

„Du bist ein Insekt“, grollte Molech, als er auf mich zu kam. Triumph brannte in seinen Augen. 01 und 78 sprangen vor den Dämon und versuchten, seinen Vormarsch aufzuhalten, aber er streckte sie nieder. Die Geister verschwanden im Nebel, als sie in ihr Nachleben zurückkehrten. „Ich werde dich unter meinem Fuß zertreten und dann hole ich mir deine Frau und dann wird sie die Agonie meiner Umarmung kennenlernen.“

Molech stand über mir, er stank nach Schwefel. Die Luft zitterte um ihn herum. Zwischen seinen Beinen war ein dicker schwarzer Schwanz, der vor Lust hart wurde. Ich hatte Angst. Ich konnte dieses Monster nicht in die Nähe von Mary kommen lassen. Sein Fuß erhob sich und Chasity und die übrig gebliebenen vier Leibwächterinnen warfen sich gleichzeitig auf ihn. Chasity traf sein erhobenes Bein und lenkte es ab. Es traf Zentimeter neben meinem Kopf auf den Boden.

Molechs Hand griff nach Chasitys Kehle. Irgendwie schaffte sie es, ihm ins Gesicht zu spucken. Die Flüssigkeit zischte. Molechs feurige Augen traten hervor vor Zorn. „Ich finde dich, Geist!“ brüllte er. „Wenn du in den Abgrund zurückkehrst, dann werde ich dich verfolgen. Du wirst eine Ewigkeit dafür leiden, dass du dich hier eingemischt hast!“ Seine Faust schloss sich und Chasitys Körper löste sich in weißen Rauch auf.

Ich schwang mein Schwert gegen Molechs Bein. Die goldene Klinge blitzte, als sie durch die Luft schnitt. Sie traf Molechs rechtes Bein direkt oberhalb des Knies. Ich spürte so gut wie gar keinen Widerstand, als ich sein geschmolzenes Fleisch traf und mit dem Schwert durch sein dickes Bein schnitt wie ein heißes Messer durch Butter.

Molechs Schmerzensschrei war sehr befriedigend. Er stolperte nach vorne. Allerdings hatte er jetzt keinen rechten Fuß mehr. Ich rollte mich zur Seite, als der Dämon nach vorne auf Hände und Knie fiel. Ein See geschmolzenes Blut lief aus seinem Stumpf und schmolz das untere Ende des Metallstuhls. Der Stuhl brach zusammen. 30 stand über mir. Sie lächelte, als sie mich auf die Füße zog. Molech versuchte aufzustehen, aber er rutschte aus und fiel zurück auf Hände und Knie. Ich stand jetzt über ihm.

„Gnade“, bettelte er plötzlich. „Ich werde dein treuester Diener sein. Ich kann dir alles geben, was du willst.“

„Hat der große Molech Angst?“ fragte ich höhnisch. „Wer hätte gedacht, dass der Herr des Schwefels ein solcher Feigling ist?“

Ein höhnisches Grinsen erschien auf seinem Gesicht. „Lucifer wird sich aus dem Abgrund befreien und du wirst in seiner Strahlung verbrennen, Sterblicher!“

Ich hob mein Schwert.

„Nein, warte!“ Seine Kohlenaugen brannten vor Furcht. „Du brauchst meine Hilfe, um dich mit Lucifer gut zu stellen. Ohne mich wird er dich zerstören.“

„Du hättest meine Frau nicht bedrohen dürfen, Molech!“

Ich schwang mein Schwert.

Molechs Protest wurde abgeschnitten, als mein Schwert seinen Kopf von seinem Rumpf trennte. Er hüpfte einmal und rollte gegen einen Metalltisch. Dann zerfielen der Kopf und der Körper in Kohlen, die abkühlten. Ich spürte, wie mich Kraft durchdrang, ein rasendes Feuer, das sich in meine Seele einbrannte. Mehr von meiner Energie floss aus mir heraus in Mary hinein. Unsere Seelen waren so stark miteinander verbunden, dass Molechs Kraft in sie überging. Aus meinem Schwert drang Feuer, rote Flammen tanzten auf der Klinge.

„Du hast es geschafft, Meister“, hauchte Desiree. Meine Latina-Schlampe kam zu mir herüber. Ihr Gesicht war von Brandons Tritten blutig und zerschrammt. Sie schlang ihre Arme um mich. Ich stützte mich auf sie und entlastete mein verletztes Knie. In ihren Augen standen Tränen. „Ich… ich habe mich ihm ergeben“, weinte sie. „Ich habe dich betrogen, Meister.“

Ich streichelte ihr Gesicht. „Du hast getan, was du tun musstest, Desiree. Als es darauf ankam, hast du Mary beschützt.“

Von Desiree gestützt humpelte ich los, um meine Frau zu finden.

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Mary Glassner

„Ich werde nicht kommen“, brüllte Brandon trotzig, während die schwarze Hand von 51 seinen Schwanz wichste.

Ich lachte. „Dein Schwanz ist so hart. Du hast dir sexuelles Stehvermögen gewünscht, nicht wahr?“

Er wurde rot.

„Nun, es wird nur noch eine Frage von Mi…“ Ich keuchte und meine Augen wurden groß. Feurige Energie von Mark strömte in mich hinein und füllte meine Seele. Ich fiel nach hinten, als mich die Kraft überwältigte.

„Herrin!“ rief Karen. Sie kniete sich neben mich. Ihre Hände waren eiskalt, als sie mich berührte.

„Es geht mir gut“, sagte ich und keuchte. Was war das für eine Energie, die da eben in mich hinein geflossen war?

„Um dich herum hat Feuer getanzt, Herrin“, sagte Karen ehrfurchtsvoll. „Bist du sicher, dass du okay bist?“

„Ja“, antwortete ich und dann dachte ich in Richtung Mark: Was war das für eine Energie?

Molech ist tot, schickte Mark zurück. Er klang ganz erschöpft.

Wir haben Brandon. Folge den Sicherheitsschleusen.

Du hast uns gerettet, Mare! Stolz erfüllte seine Gedanken und ich wurde rot.

Nein, das habe ich nicht. Mein Plan hat nicht funktioniert, Mark.

Du hast ihn lange genug abgelenkt, dass ich mich heilen konnte. Du warst wunderbar.

Ich wurde noch röter.

Eine Minute später kam Mark um die Ecke gehumpelt. Er wurde von Desiree gestützt und von vier Leibwächterinnen flankiert. Hinter Mark gingen Leah und 27, die noch schlimmer aussahen als 51. Ich konnte mir die Schrecken kaum vorstellen, die beide gesehen hatten. Ich hoffte, auch Violet zu sehen. Wo war sie? Wo war unsere süße kleine Teenager-Schlampe nur? Während ich mich noch anstrengte Violet zu finden, entstand hinter meinem Mann ein blasser Körper.

„Mark!“ schrie ich warnend.

„Für Di!“ schrie die farblose Dimme. In ihrer Hand blitzten Schatten.

Mark fing an, sich umzudrehen. Er schwang sein flammendes Schwert. Die Schatten und das Schwert blitzten. Mark drehte sich zurück und entglitt dem Griff von Desiree. Er fiel hart auf den Boden. Die Dimme fiel rückwärts in einem Nebel aus rosafarbenem Blut, dass auf ihrem Hals spritzte, den Mark aufgeschlitzt hatte.

Karen und die anderen Geister verschwanden im Nebel und Marks Schwert und seine Rüstung lösten sich in goldenem Staub auf. „Nein!“ rief ich und rannte zu Mark.

„Scheiße!“ rief 51 hinter mir. Es gab ein fleischiges Geräusch und ein feuchtes Klatschen.

Ich kam bei Mark an und kniete mich neben ihn. In seiner Brust war eine schwarze Wunde. Seine Rüstung hatte zwar das Schlimmste des Angriff der Dimme abgehalten, aber die Wunde wurde größer. Schwarze Ranken breiteten sich über seinen Körper aus. Ich musste ihn heilen. Und zwar schnell. „Tsa…“

Eine Hand erfasste meine Kehle und schnitt das Wort ab. Ich wurde auf den Rücken geworfen und von Brandon festgehalten. Er setzte sich auf meinen Bauch und hatte einen irren Ausdruck in seinen Augen. Ich konnte nicht atmen. Meine Lungen brannten. Ich griff in sein Gesicht und hinterließ dort rote Striemen. Sein Griff wurde fester. Eisen drückte das Leben aus mir heraus. Nein! Ich durfte nicht sterben! Nicht, wo wir so dicht daran waren, ihn zu schlagen. Nicht, wenn ich schwanger war! Ich musste kämpfen. Für unser ungeborenes Kind!

Ich griff nach den Fingern, die sich um meinen Hals gelegt hatten und ich versuchte, sie aufzubiegen. Andere Frauen sprangen auf Brandon und versuchten, ihn von mir herunter zu zwingen. 27 wurde abgeworfen. Ihr Kopf prallte hart auf den Boden. Die Welt fing an, schwarz zu werden und es wurde immer schwerer nachzudenken oder zu kämpfen. Ich wollte aufgeben, ich wollte mich entspannen, ich wollte diese angenehme Dunkelheit mich umfangen lassen.

Meine Hand wurde schlaff.

Nein, kämpfe weiter, sagte ich mir. Unser Kind sollte Chasity heißen, wenn es ein Mädchen wurde oder Albert, wenn es ein Junge wäre. Ich musste für unser Kind kämpfen. Ich wollte die Geburt erleben. Ich wollte unser Kind in den Armen halten. Ich würde nicht aufgeben! Ich griff nach innen und versuchte, die Stärke zu finden, um die Dunkelheit abzuwehren.

Ich fand etwas. Es glühte in meiner Seele. Die Kraft, die von Mark aus in mich hinein geflossen war.

Das Feuer von Molech.

Brandon schrie. Seine Hand ließ meine Kehle los. Er stolperte rückwärts. Ich hustete und füllte meine Lungen mit der süßen Luft. Feuer brannte rings um meinen Körper und tanzte harmlos auf meiner Haut. Desiree und 51 rangen den schreienden Brandon auf den Boden. Seine Hände waren schwarz verbrannte Ruinen. Ich hustete erneut und drehte mich zu Mark. Die schwarze Wunde wuchs. Die Schatten dehnten sich aus und versuchten, sein Herz zu erreichen.

„Tsariy!“ rief ich heiser und berührte ihn.

Rotes Licht umgab meinen Mann und sein Körper zuckte unter meiner Hand. Als es vorbei war, leuchteten seine blauen Augen zu mir empor. Seine Hand streichelte mein Gesicht. Ich zuckte zurück. Meine Nase war gebrochen und mein Gesicht war von Brandons Schlägen angeschwollen. Mark flüsterte etwas und meine Welt wurde scharlachrot. Ich spürte, wie sich meine Nase streckte, die Schwellungen in meinem Gesicht verschwanden, die Schmerzen in meiner Kehle und die Schrammen an meiner Seite verschwanden.

„Mein Fohlen!“ rief Mark und drückte mich an sich.

Ich umarmte ihn genauso fest. Meine Tränen liefen an meinen Wangen herunter. „Mein Hengst!“

Mark küsste mich und die Zeit blieb stehen. Mein Mann war in Sicherheit und wir waren wieder zusammen. Ich spürte, wie sich seine muskulöse Brust gegen mich drückte. Seine Hände strichen über meinen Rücken und ich berührte ihn überall und fasste seine starken Muskeln an. Mein Herz sang vor Freude und ich hatte Tränen in den Augen. Ich beendete den Kuss, starrte in seine tiefblauen Augen und streichelte seine Wangen.

Dann beugte ich mich vor und flüsterte in sein Ohr: „Wir haben etwas Furchtbares begonnen. Die Dunkelheit zieht herauf. Wir müssen die Verantwortung übernehmen und dagegen kämpfen, Mark.“

Mehr konnte ich nicht sagen. Lucifer konnte uns genau jetzt beobachten. Nur in einem Matmown könnten wir uns gesichert unterhalten. Ich drückte meinen Finger an seine Lippen, als er etwas sagen wollte und schüttelte ganz leicht den Kopf. In seinen Augen las ich Verwirrung aber auch Vertrauen.

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Debra Horne-Dannell

„Es ist etwas passiert, Forrest“, sagte ich in mein Mikrofon. Forrest Murphy saß im Studio bei Q13 Fox, während ich in die Kamera schaute, die von Jarrett gehalten wurde. Eben hatte sich die Welt verändert. Ich hatte das Gefühl, als ob ich wieder zu mir selber zurückgekehrt wäre. „Alles ist anders. Es ist so, als würde ich aus einem Traum erwachen.“

Um mich herum, auf dem Platz vor dem Gerichtsgebäude in Tacoma, standen US-Soldaten, die dem Gott Brandon dienten. Nein, das war doch nicht richtig? Er konnte kein Gott sein. Alle Soldaten schüttelten ihre Köpfe und sie sahen verwirrt aus. Ein junger Soldat von etwa 20 Jahren setzte sich hin und fing an, in seine Hände zu schluchzen.

„Ich habe es auch gespürt, Debra“, sagte Forrest durch meine Ohrstöpsel. Er war der Moderator der Nachrichten in den Studios in Seattle. „Warum haben wir eigentlich geglaubt, dass Brandon ein Gott ist?“

„Er hat einen Zauber angewendet“, erkannte ich. „Er hat uns von den wahren Göttern weggeführt.“

Jetzt kam alles wieder zurück. Mein Glaube und meine Liebe zu Mark und Mary Glassner war duch die Zauberei des falschen Gottes unterdrückt worden. Ich war wieder frei. Es fühlte sich wundervoll an. „Unsere wahren Götter Mark und Mary sind verantwortlich für den Wandel“, berichtete ich weiter. Ein Lächeln wuchs auf meinem Gesicht. Das war zwar unprofessionell, aber ich konnte die Freude, die ich verspürte, nicht unterdrücken. „Ich bin mir ganz sicher! Die Soldaten, die unter Brandons Kontrolle gestanden haben, scheinen auch wieder frei zu sein. Viele sehen wie betäubt aus, einige richtig krank. Angewidert von dem, zu dem Brandon sie gezwungen hat. Wir haben alle von den Gräueltaten gehört, die in den letzten paar Tagen hier in Tacoma begangen worden sind.“

„Ich habe gerade einen Mann erschossen“, schluchzte der junge Soldat und starrte auf seine Hände. „Oh mein Gott, warum habe ich das getan?“

Plötzlich öffneten sich die Tore des Gefängnisses und zwei nackte Frauen, eine Schwarze und eine Hispanic, kamen heraus. Sie trugen M16-Gewehre. In der Schwarzen erkannte ich 51, die Chefin der Leibwächterinnen meiner Götter. Dann kamen Desiree und eine Brünette heraus, die einen gefesselten Mann schleppten.

Brandon Fitzsimmons.

Und die letzten, die herauskamen, waren meine Götter. Sie waren nackt, sie hatten ihre Arme umeinander gelegt. Eine feurige Aura tanzte um das Paar herum. Mir stockte der Atem. Selbst nackt waren sie wunderbar. Marks Körper, so geformt wie eine griechische Statue und Marys weibliche Figur, so wunderschön wie ein Pin-Up-Girl. Kraft und Majestät strahlten von den beiden aus.

„Ich präsentiere euch den falschen Gott, Brandon Fitzsimmons“, rief Mark.

Desiree trat ihm in die Kniekehlen und der dicke Mann mit der beginnenden Glatze fiel auf die Knie. Was auch immer Brandon für eine Illusion benutzt hatte, die ihn jung hatte erscheinen lassen, sie funktionierte nicht mehr. Er starrte auf den Boden. Er war endgültig besiegt.

„Er hat euch mit seiner schwarzen Magie versklavt!“ rief Mary. „Aber wir haben euch befreit! Ihr dürft euch nicht wegen der Dinge schuldig fühlen, die ihr unter seinem Kommando getan habt. Nur Brandon selber trägt die Verantwortung für all die Morde und die Vergewaltigungen. Nur Brandon!“

Die Soldaten um mich herumsahen zu Mark und Mary auf und ihr Ausdruck war Hoffnung und Erleichterung. Der junge Mann, der neben mir geschluchzt hatte, schaute sie mit einem solch innigen Ausdruck von Verehrung an. „Ich war es nicht!“ flüsterte er. „Ich war es nicht!“

„Brandon Fitzsimmons ist schuldig des Massenmordes und der Vergewaltigung!“ rief Mary. „Er hat über fünfzig Frauen dem Dämon Molech geopfert.“

Mark schaute auf den Mann hinunter. „Für seine Verbrechen verurteile ich ihn zum Tode!“

51 zog ihre Waffe. Eine bösartige Aufwallung von Triumph durchfloss mich, als die Waffe bellte und Brandon leblos auf den Boden fiel.

„Die Dunkelheit zieht herauf!“ rief Mark. „Brandon war nur der Erste! Nur Mary und ich können euch schützen! Dient uns, verehrt uns und wir werden für euch kämpfen und euch beschützen! Wir sind die einzige Hoffnung für die Welt! Wir sind eure Götter, und wir lieben euch alle!“

Die Soldaten fielen vor Ehrfurcht auf die Knie. Ich brauchte einen Moment, bis ich merkte, dass ich auch kniete.

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Brandon Fitzsimmons – Der Abgrund

Die Waffe bellte.

Ich fiel, ich fiel, ich fiel in die Dunkelheit.

Dann wurde die Dunkelheit zu Feuer und zu Schmerz. Zu einer Agonie, die schlimmer war als alles, was ich je erlebt hatte. Ich schrie und schrie, als die Flammen auf meinem Körper tanzten und jeden Nerv in mir entzündeten. Um mich herum schrien Tausende, Millionen. Ich brannte, mein Fleisch zischte, aber ich würde nicht sterben, die Schmerzen würden nicht enden. Mein Fleisch würde nicht verzehrt werden. Meine Qual würde ewig sein.

„Willkommen, Brandon“, sagte Lucifer höhnisch. Ein Halsband aus geschmolzenem Eisen lag um meinen Hals. Eine Kette führte zu der strahlenden Figur, die vor den Tausenden gequälter Seelen schwebte, die an ihn gebunden waren. „Hast du deine Wünsche genossen?“ Er genoss meine Qual, er trank meine Agonie. Bosheit und Tücke tropften aus jedem seiner Worte. „Ich hoffe, es hat sich für dich gelohnt!“

To be continued…

Click here for Kapitel 39.

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